Förderverein

Das Jaundeutsche, das man heute bei der einheimischen Bevölkerung hört, unterscheidet sich im Wortschatz stark von der Zeit, als Dr. K. Stucki vor bald hundert Jahren in Jaun weilte. Der als Folge der Abwanderung beachtliche Rückgang der Ortsbevölkerung in den vergangenen 50 Jahren, die mit der starken Mobiliätszunahme einhergehende Öffnung in kultureller, sprachlicher und auch religiöser Hinsicht und schliesslich der Einfluss der elektronischen Medien sind wohl die Hauptgründe, weshalb viele typische Jauner Idiome rasch in Vergessenheit geraten und anstelle davon Wörter anderer Dialekte aber auch französische  und englische Wörter in den Sprachschatz aufgenommen werden.

Mit der Gründung des Fördervereins wird der Fortgang dieser gesellschaftlichen Entwicklung, von der alle Dialektformen betroffen sind, nicht verhindert werden können. Das Ziel des Fördervereins soll vielmehr sein, die Vielfalt, die Eigentümlichkeit und die Eigenart des Jaundeutschen Wortschatzes zu dokumentieren und deren Lebendigkeit zu erhalten. Zu diesem Zweck soll in Form des Fördervereins "Jùutütsch" Bestrebungen zur Erhaltung dieser Mundart und Bemühungen zu deren Förderung unterstützt werden. Als erstes Projekt (in Form eines Pilotprojektes) hat sich der Förderverein die finanzielle Unterstützung für die redaktionelle Ausarbeitung und die Herausgabe des Jaundeutschen Wörterbuchs auf die Fahnen geschrieben.

Jùutütsch

 

Ist unsere Muttersprache, sei's die Mundart, sei's die Schriftsprache, nicht des Schutzes wert wie andere Kulturgüter unserer Heimat auch?
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